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Wissenschaft d. Geistes 2
Der freie Wille als Märchen des Gehirns bzw. Karma
Unsere inneren Impulse, Gedanken, Reaktionen und Handlungen werden von unbewussten Abläufen vorbestimmt, diese Vorbestimmung basiert weitgehend auf karmischen Programmen.
Auf dem Kongress der europäischen neurowissenschaftlichen Vereinigung, der im Juni 1998 in Berlin stattfand, wurde großes Geschütz aufgefahren: Jeder innere Impuls, jeder Gedanke, jede Absicht -darin sind sich die Neurowissenschaftler einig- können durch feinorchestrierte elektrische und biochemische Impulse beobachtet werden.
Und gerade diese messbaren Regungen und Aktivitäten in dem über 100 Milliarden Nervenzellen umfassenden Netzwerk des menschlichen Gehirns, lassen sich oft bis zu einer Sekunde früher* nachweisen als sie der betreffenden Person bewusst werden.
Es gibt keinen freien Willen, sondern nur eine Wahlmöglichkeit
Dies rührt an den Grundfesten des menschlichen Selbstverständnisses. Der bekannte Berliner Hirnforscher Gerhard Roth ist daher davon überzeugt, dass wir von der Vorstellung, dass es einen freien Willen im traditionellen Sinne gibt, endgültig Abschied nehmen müssen. Zwar bestreitet niemand von den Forschern, dass der Mensch Handlungen planen und Alternativen abwägen könne (wir sind Wählende). Ob, wie und wann wir aber schließlich handeln, bestimmen zum Großteil die unbewussten Vorgänge im Gehirn. Es zeigt sich, dass diese unbewussten Prozesse eine viel größere Rolle spielen als die Wissenschaft bisher angenommen hat. Auf das Phänomen wurde man durch das sog. Libet-Experiment aufmerksam – siehe Video 1.
Das Gehirn kann -nach Ansicht vieler Forscher- dem menschlichen Ich-Bewusstsein sogar das Gefühl vorgaukeln, autonom zu handeln, obwohl es weitgehend manipuliert wurde und ständig auch manipuliert wird. Mehrere Untersuchungen weisen eindeutig darauf hin, dass wir keinen wirklich freien Willen besitzen. Doch auf die aus unbewussten Bereichen auftauchenden Impulse und Handlungsansätze reagiert unser Ich so, als wären sie von uns frei getroffene Entscheidungen. Werden Probanden danach gefragt warum sie auf den Impuls mit einer Handlung reagiert haben, behaupten diese, sie hätten dies gewollt, sie hätten sich frei zu der Handlung entschieden.
Daher stellt sich auch die Frage: “Wie frei ist unser Wille, da ja schon 1-10 Sekunden vor einer logischen Entscheidung die unbewusste Entscheidung getroffen ist”. In den meisten Fällen können wir diese vorab getroffenen unbewusste Entscheidung nur an der Verwirklichung behindern.

Anm.: Würde es diese aus den unbewusst auftauchenden Impulsen, Gedanken, Reaktionen und Handlungen nicht geben, dann gäbe es so etwas wie den Einfluss von karmischen Programmen auch nicht. Erst unsere Wahl, nicht nach dem unbewusst auftretenden Impuls zu handeln, oder eben dem Impuls nachzugeben, ermöglicht es uns aus dem karmisch vorprogrammierten Weg auszubrechen, neues zu erfahren und das alte Karma zu deaktivieren oder dem vorprogrammierten Weg wieder zu folgen. Wir haben dabei -in fast allen Fällen- immer eine Wahl, ausgenommen wir „verzichten“ aus bestimmten Gründen**auf unsere Wahlmöglichkeit.

* In einigen Fällen können die auslösenden Impulse bis  10 Sekunden vor der bewussten Wahrnehmung entstehen – siehe Video 2.
** Folgende Gründe können eine freie Wahl blockieren: Eingeschränkte Bewusstseinszustände, zu geringe Achtsamkeit, Drogenkonsum, Medikamenteneinfluss, Aggression, Wut, Angst, Panik, starke depressive Zustände …
Quelle: Kongress der europäischen neurowissenschaftlichen Vereinigung 30.6.1998, und UNIQ-Net-Team


In Vorbereitung: Mehr zum Thema Karma, karmische Programme



 
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